Kategorie:Elternarbeit

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Eltern sind Expertinnen und Experten ihrer Situation. Es gilt, ihnen wertschätzend und kompetenzorientiert zu begegnen.
Die familiäre Erziehung prägt die Bildungs- und Integrationschancen von Jugendlichen. So betonte der wissenschaftliche Beirat für Familienfragen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend schon in einer Expertise im Jahr 2002, dass die "grundlegenden Fähigkeiten und Bereitschaften für schulische Lern- und lebenslange Bildungsprozesse" maßgeblich durch das familiäre Umfeld beeinflusst würden.

Empirische Untersuchungen wie die PISA-Studie zeigen, dass viele Eltern diese wegweisende und motivierende Rolle häufig nicht wahrnehmen können. Das bedeutet: Damit Jugendlichen Teilhabechancen eröffnet werden, muss man ihren Eltern objektive Bewertungsmaßstäbe für Bildungsentscheidungen zur Verfügung stellen. Beispielsweise fehlt gerade an den entscheidenden Übergängen zwischen Grundschule und weiterführender Schule bzw. zwischen Schule und Beruf vielen Eltern das nötige Wissen, um ihre Kinder fördern zu können.
Strukturen und Prozesse in Bildungs- und bildungsbegleitenden Einrichtungen stellen eine Hürde für die gleichberechtigte Teilhabe von vielen Kindern und Jugendlichen am (Aus)Bildungsmarkt dar. Viel zu wenige Institutionen sind zum Beispiel in der Lage, ihre Angebote im Sinne interkultureller Öffnung auf die Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten auszurichten und gleichberechtigte Bildungschancen zu realisieren.

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